Die Sinclair-Methode
Die Sinclair-Methode ist eine medikamentöse Behandlung, mit der sich übermäßiges Trinken reduzieren oder ganz überwinden lässt – ohne Abstinenzzwang und ohne Willenskampf. Sie beruht auf über drei Jahrzehnten Forschung und trägt den Namen des Wissenschaftlers John David Sinclair, der sie entwickelt hat.
Wie sie funktioniert
Alkohol wirkt, weil er im Gehirn körpereigene Glücksbotenstoffe freisetzt – eine Belohnung, die das Gehirn sich merkt und immer wieder haben möchte. Das Medikament Naltrexon blockiert genau diese Belohnung. Trinkt man mit Naltrexon im Blut, bleibt das vertraute „Hoch“ aus.
Weil das Gehirn nun lernt, dass Trinken keine Belohnung mehr bringt, verlernt es das Verlangen – langsam, aber stetig. Fachleute nennen das Extinktion. Es ist derselbe Mechanismus, mit dem wir Gewohnheiten verlieren, die sich nicht mehr lohnen.
Die goldene Regel
Entscheidend ist das Timing: Naltrexon wird immer eine Stunde vor dem ersten Schluck eingenommen – und nur an den Tagen, an denen getrunken wird. An alkoholfreien Tagen braucht es keine Tablette. Diese einfache Regel ist der Kern der Methode.
Was macht die Methode so besonders?
- Kein Abstinenzzwang: Sie dürfen weiter trinken, während die Methode wirkt.
- Kein Entzug, kein Klinikaufenthalt: Die Behandlung läuft in Ihrem normalen Alltag.
- Wissenschaftlich belegt: bestätigt in über 90 klinischen Studien.
- Zugelassen und preiswert: Naltrexon ist in Deutschland ein zugelassenes Medikament.
Wichtig zu wissen:
Die Sinclair-Methode ist eine medizinische Behandlung und gehört in ärztliche Hände. Diese Seite informiert und begleitet – sie ersetzt keine ärztliche Beratung. Naltrexon ist verschreibungspflichtig; den Einstieg besprechen Sie am besten mit einer aufgeschlossenen Ärztin oder einem Arzt.
