Häufig gestellte Fragen

Häufig gestellte Fragen

Muss ich mit dem Trinken aufhören, damit die Methode wirkt?

Nein – im Gegenteil. Die Sinclair-Methode wirkt gerade dadurch, dass Sie weiter trinken, während das Naltrexon die Belohnung im Gehirn blockiert. So verlernt Ihr Gehirn das Verlangen. Abstinenz ist kein Muss.

Wie schnell wirkt die Methode?

Erste Veränderungen im Trinkverhalten können sich bereits nach wenigen Wochen bemerkbar machen. Der vollständige Prozess, der als „pharmacological extinction“ (pharmakologisches Erlöschen) bezeichnet wird, dauert in der Regel drei bis sechs Monate. Wichtig ist hierbei die konsequente Anwendung der Methode und eine kontinuierliche Begleitung. Hierbei stehen wir von „Trink Dich Trocken“ zur Seite.

Ist Naltrexon gefährlich oder macht es abhängig?

Naltrexon macht nicht abhängig und ist seit Jahrzehnten zugelassen. Wie jedes Medikament kann es Nebenwirkungen haben – vor allem zu Beginn, etwa leichte Übelkeit oder Schlaflosigkeit. Die Nebenwirkungen sind meist mild und mit der Zeit lassen sie nach. Die Einnahme gehört in ärztliche Begleitung.

Bekomme ich Naltrexon in Deutschland?

Ja. Naltrexon ist in Deutschland zugelassen und verschreibungspflichtig. Die eigentliche Herausforderung ist eher, eine Ärztin oder einen Arzt zu finden, die die Methode kennt und begleitet. Genau dabei unterstütze ich Sie.

Was kostet die Behandlung?

Naltrexon ist ein vergleichsweise preiswertes Medikament. Die genauen Kosten hängen von Rezept, Dosierung und Ihrer Versicherung ab – das klären Sie am besten mit Ärztin oder Arzt und Apotheke.

Für wen ist die Methode geeignet?

Für viele Menschen mit problematischem Alkoholkonsum – von riskantem Trinken bis zur Abhängigkeit. Ob sie in Ihrem Fall infrage kommt, kann in einem Beratungsgespräch mit mir und dann durch ärztliche Einschätzung, besonders wenn Vorerkrankungen bestehen, geklärt werden.

Ersetzt die Methode eine Psychotherapie oder Beratung?

Sie ist ein wirksamer Baustein, aber kein Ersatz für ärztliche Behandlung, Psychotherapie oder – wo sie hilft – begleitende Beratung. Viele Menschen kombinieren die Methode mit Gesprächen, die den Weg leichter machen. Dafür stehe ich Ihnen zur Seite.

Ich sorge mich um einen Angehörigen. Kann die Methode helfen?

Ja, und Sie können viel tun, ohne Druck auszuüben. Oft hilft schon das Wissen, dass es einen anderen Weg gibt als das Alles-oder-nichts der Abstinenz. Schreiben Sie mir gern – auch als Angehörige oder Angehöriger.

Was ist der Unterschied zu anderen Suchttherapien?

Die meisten herkömmlichen Therapien setzen eine sofortige und vollständige Abstinenz voraus. „Trink Dich Trocken“ stellt Ihnen mit der Sinclair-Methode einen Ansatz zur Verfügung, der keine Abstinenz verlangt. Sie arbeitet mit dem bestehenden Trinkverhalten und nutzt die pharmakologische Wirkung von Naltrexon, um das Gehirn neu zu „programmieren“. Dies kann für viele Betroffene den Druck des sofortigen Aufhörens nehmen und den Weg in ein gesünderes Leben erleichtern.